Sonntag, 12. März 2017

12.3.2017 Galapagos – Quito (via Guayaquil) - Lima (Peru)


In der Früh fangen wir an, die Koffer zu packen und gehen gemütlich zum Frühstück. Wir werden ja erst um 9.15 abgeholt, um zum Flughafen zu fahren. Einchecken ist nicht möglich und bei der Rezeption plaudere ich mit Herrn Angermeyer, dem das ganze Areal hier gehört. Er ist nur ca 6 mal im Jahr vor Ort und lebt sonst in Dänemark. Auch über das Buch seiner Cousine (Johanna Angermeyer – My Father´s Island), das ich kurz durchgeblättert habe, sagt er, daß es sich toll verkauft, aber sein Vater habe es zum Teil als „Bullshit“ bezeichnet, einfach weil Teile übertrieben wurden.
Dieter ist früher mit dem Frühstück fertig, ich bleibe noch gemütlich sitzen, um ein Joghurt zu trinken. Plötzlich sehe ich endlich eine Meerechse -im Wasser und nicht am Strand J. Die Fotoausbeute mit dem Handy ist bescheiden, aber ein Beweisfoto ist scharf. Mir wird das morgendliche Platschen abgehen – wenn der Pelikan sich vom Dach herab aufs Meer fallen läßt, um seinen Fisch zu erwischen.
Wir schnappen die Koffer und unser Fahrer bringt uns zum Canal und weiter bis zum Flughafen. Beim Übersetzen sehe ich noch eine Echse im Wasser, vielleicht wird es ein besseres Bild.  Es wird sicher spannend, ob wir den Anschlußflug nach Lima erwischen. Unsere Maschine hat Verspätung und wir können uns nicht auf unseren Weiterflug durchchecken lassen. …..
Beim Abflug hat man noch einen schönen Blick auf Santa Cruz und ich glaube, ich kann auch Gordon´s Rock erkennen. Der Flug nach Guayaquil ist bestens, wir können im Flieger sitzen bleiben und nach 40 Minuten geht es weiter nach Quito. In Quito werden wir schon erwartet. Wir werden in den allgemeinen Bus gesetzt, aber kaum sind wir bei der Gepäcksausgabe, haben wir ein Spezialservice. Ein Herr steht mit unseren Boarding Pässen bereit und schleust uns überall durch, die Koffer werden doch direkt zum Flieger gebracht. Hinter uns höre ich nur "Boarding completed" und die Tür des Flieger schließt sich. Wir sind kaum angeschnallt, schon rollt der Flieger.
Wir kommen in Lima an, am Flughafen ist geschäftiges Treiben, aber bald haben wir die Immigationserfordernisse erledigt und sehen auch unsere Dame vom Abholservice. Auf der Fahrt zum Hotel (~45 Minuten) geht  sie in sehr guten Deutsch auf unsere Fragen ein - auf die Frage, wo sie denn so gut Deutsch gelernt hat, erzählt sie, daß sie eine Schweizer Schule in Lima besucht hat. Hier in Miraflores ist auch um 23 Uhr noch möglich, essen zu gehen, aber Dieter ist schon müde und wir bemühen das Zimmerservice.

11.3.2017 Galapagos – Ausflug nach Seymore


Heute geht es zur Landerkundung! Um 10 vor 8 treffen wir uns an einer Ecke im Hafen von Puerto Ayora und fahren dann mit einer großen Gruppe (+18 Personen) mit dem Bus wieder mal zum Canal de Itabaca, um auf unser Boot zu kommen. Auf der kleinen Motoryacht entern wir die Fly, sonnengeschützt und doch gut luftig.

Zuerst fahren wir zu einem Sandstrand, der im Norden von Santa Cruz liegt, und bekannt dafür ist, daß die Schildkröten ihre Eier ablegen – las Bachas. Die Schildkröten können ja nicht überall ihre Eier ablegen, der Sand sollte konstant mindestens 28 °C haben. Auf den Galapagos-Inseln haben genau 4 Strände diese Bedingungen, und dieser hier ist der einzige, den man betreten darf. Kaum sind wir an Land sehen wir auch schon die frischen Eierablageplätze – wir dürfen auch nicht zu weit ins Land hineingehen, damit wir keine Eier zertreten. Einige „Eiertrichter“ sind mit Stangen markiert und man kann am Strand genau sehen, von welcher Seite die Schildkröte hin bzw. weggegangen/gekrabbelt ist. Toll sind auch die leuchtend roten Klippenkrabben. Je älter sie werden, desto leuchtender wird ihre Farbe. Das können sie sich erlauben, weil die Vögel sie nicht mehr mit dem Schnabel schnappen können. Und wir können ihr Farbe bewundern. Einsam steht ein Graureiher im Wasser und wartet auf seine Change, und in einem entfernt gelegenen Salztümpel sehen wir sogar einen Flamingo nach Getier den Boden umgraben. Die berühmten Tölpel mit den blauen Füßen fliegen über uns, aber es ist unmöglich, sie im Flug auf ein Bild zu bannen. Beim weiteren Standspaziergang entdecken wir einen Hawaiianischen Austernfischer mit einem Küken und eine Meerechse sonnt sich in der prallen Sonne. Wir haben uns wirklich etwas Zeit im Wasser verdient, die Sonne brennt jetzt schon vom Himmel. Mit Schnorchel bewaffnet rein ins Wasser!! Der Wasser ist sehr trüb, aber wir schwimmen über kleine Galapagos-Haie, Kofferfische, Emperor-Fische und Papageien-fische. Es sind auch gleich in der Nähe zum Stand sehr viele Fischschwärme unterwegs, Gott sei Dank fischt kein Pelikan gleich neben mir – er wartet bis die Gäste sich etwas von seinem Fangplatz entfernt haben, dann läßt er sich wieder ins Wasser fallen und schluckt seine Beute.

Wir werden mit dem Dingi wieder an Board gebracht und bekommen kurz darauf bei der Weiterfahrt ein leckeres Mittagessen serviert – Fisch mit Gemüse, Kartoffelpüree und Salat. So vergeht die Zeit und wir sind bald auf bei der Insel Seymore, einer ungewohnten Insel, die nur für Besichtigungen betreten werden darf. Und hier geht die Vogelwelt ab. Es ist gerade Balzzeit bei den Fragattvögel. Das Männchen baut ein Netz und dort sitzend lockt er die Dame an. Mit seinem roten, aufgeblasenen „Kehlkopfbeutel“ stößt er Laute aus und breitet seine Schwingen aus, um zu zeigen, wie toll er doch sei, wenn ein Weibchen vorbeifliegt. Wenn´s einer Dame gefällt, kommt sie zu ihm runter. Es kann aber auch sein, daß das Nest erst umgebaut werden muß, wenn es nicht gut konzipiert wurde. Es ist ganz schön ein Tumult, wenn mehrere Männchen gleichzeitig um die Gunst der Damen schnäbeln. Die Farbe wird durch die Jahre an der Sonne etwas blaser.

Ebenso gibt es auch Seymore bunte Landleguane, die sind aber eigentlich nicht heimisch auf dieser Insel. In den 20er Jahren (der vorigen Jahrhunderts) wurden sie von der Nebeninsel Baltra (Flughafeninsel) übersiedelt, weil Forscher bemerkten, daß die Population durch die Bewohner und deren verwilderten Haustiere abgenommen hat.

Und wir haben auch Glück und finden einige Blaufußtölpel, die schon Eier hüten. Je älter die Vögel sind, desto blauer sind die Füße. Und auch die Gabelschwanzmöve ist vertreten, mit ihren roten Rand um die Augen und der roten Zunge. Weiters sehen wir noch Seerobben und verlassene Spottdrosseleier. Nach 2 Stunden in der Sonne sind wir geschafft und freuen uns wieder auf den Fahrtwind auf unserem Flyplatz. Auch meine alten Treckingsandalen sind geschafft, während der Wanderung lösen sich doch tatsächlich zuerst von meinem linken und dann von meinem rechten Schuh die Sohle ab! Ich höre schon die Freudenrufe meiner Kinder, endlich sind diese Treter gestorben :) Aber es ist kein Problem, die Wanderung mit nur halben Schuhwerk zu beenden, und am Abend landen diese Schuhe wirklich im Mistkübel.

Mit dem Boot geht es zum Canal und mit dem Bus nach Purto Ayora. Dieter ist müde und fahrt gleich ims Quartier, ich besuche noch ein neues kleines Museum, in dem einige Kunstgegenstände aus verschiedenen Epochen der Ecuatorischen Geschichte gezeigt werden. Aber nicht in Real, sondern man hat ein kleines Ipad und mittels Augmented Reality werden die Figuren/Behälter auf dem Ipad in 3 D sichtbar, wenn man an einem entsprechenden Platz ist. Ist eigentlich eine tolle Erfindung, aber mann/frau kann sich halt nicht alles bis ins Detail ansehen, denn bei manchen Positionen verliert das Gerät den Kontakt und dann ist das Bild weg. Es sind nur 12 Elemente, aber diese geben schon einen Eindruck über die vergangen Kulturen der Valdivia, Chorrera, La Talita, Jama-Coaque, und wie sie alle heißen. Manche gab es schon 3.500 vor Christus. Und im Anschluß im zweiten Teil der Ausstellung gibt es noch einen Schrumpfkopf aus dem Amazonas.

Nach so viel Kultur gönne ich mir ein Red Bull und fahre auch mit dem Wassertaxi zum Hotel.

10.3.2017 Galapagos- Tauchen bei Beagles Rock und Daphne Rock, Darwin Station


Juhu, ich bin nach wie vor fit und gehe heute auch tauchen! Wieder ist kurz vor 7 Uhr der Treffpunkt bei der Tauschschule im Ort. Ich lasse meinen Fotochip da, um die Bilder des gestrigen Tages draufladen zu lassen, und nachdem alle eingetroffen sind, geht es mit dem Bus zum Canal. Umsteigen auf das Boot und wir fahren ca. 45 Minuten zum ersten Tauschplatz. Die Guides helfen in den Anzug, die Flaschen sind schon alle montiert, wir müssen uns nur noch aufs Tauchen konzentrieren.

Die Sicht ist nicht gut (10 Meter), aber das ist bekannt unter Tauchern. Aber durch die Schwebeteilchen hindurch sehen wir Schildkröten, Hammerhaie, Weiß-Spitz-Haie und viele bunte kleinere Fische. Wir sind in einer Gruppe zu 5- ein Guide und zwei Pärchen. Beim Briefing haben wir schon gemerkt, daß wir die Taucher mit den meisten Tauchgängen sind. Und das merkt man auch beim Tauchgang. Nach 50 Minuten unter Wasser kommen wir wieder nach oben und fahren dann gleich weiter zum nächsten Tauschplatz. In der Zwischenzeit knappern wir salzige Sachen und Obst und trinken Wasser. Mit an Bord ist ein junges Reisepaar und sie arbeitet in Frankfurt bei der und er in Zürich bei ABB, ein junger Amerikaner, ein Schwede und ein Paar aus Brasilien – man plaudert so über den Tauchgang und die Reiseerfahrungen.

Der zweite Tauchplatz gefällt uns viel besser. Daphnes Rock ist ein abfallender Hang – die Lava ist langsam einen Abhang hinuntergeronnen und erstarrt und an den Hängen oberhalb des Wasser entdecken wir schon Seelöwen. Auch hier ist die Sicht nicht toll, aber man kann den Abhang gut erkennen. Gleich am Anfang tauchen wir in eine kleine Höhle. Plötzlich schießt ein kleiner Hai heraus, der von einem Seelöwen vertrieben wird. Der Seelöwe zwickt den Hai sogar in seine Schwanzflosse. Als Hai hat man es heutzutage auch nicht mehr leicht…

Die Seelöwen tanzen ums uns herum, drehen und wenden sich in einer Leichtigkeit, die berauschend ist. Hier gibt es auch große Seesterne – ich entdecke sogar den blauen Galapagos-Seestern, einen Kracken unter einem Stein, Muräne, Seeigeln, div. Fische, und immer wieder sehen wir auch einen Hai im Schwebedickicht. Zum Ende des Tauchganges umschweben uns wieder die Seelöwen. Irgendwie müssen wir uns etwas zulegen, damit wir uns gegenseitig verständigen können, wenn einer von uns etwas entdeckt. Den blauen Seestern habe jetzt nur ich gesehen.

Wir fahren Richtung Canal und bekommen einen guten Fisch mit Reis zum Mittagessen. Bald sind wir an der Ausstiegsstelle und fahren mit dem Wagen nach Puerto Ayora. Wir steigen etwas früher aus dem Auto aus, weil wir nochmals die Darwin Station besichtigen wollen – wir haben ja Lonesome Goerge nicht gesehen. Wir besichtigen das Besucherzentrum und holen uns einen Stempel, bestaunen das aufgestellte Walskelett, fotographieren die bunten Leguane, die bei schönem Wetter nicht mehr unter dem Stein liegen,  und besuchen dann die Mumie. Bei der neuen Besucherhalle gibt es eine Schleuse, bei die Besucher gekühlt werden und dann darf man 6 Minuten Georg in die Augen sehen – er war der letzte seiner Art.

Wir gehen zur Tauschschule, holen unseren Chip ab und lassen unseren GoPro-Chip vor Ort, damit die Filme des heutigen Tages ausgetauscht werden können – die Guides der Tauschschule hatten heute die Kameras im Auto vergessen. Da das Abspeichern von Dieters Filmen aber über eine halbe Stunde dauern soll,  gehen wir in der Zwischenzeit zum Supermarkt und kaufen etwas Obst, Getränke und Joghurt – wir wollen gemütlich am Zimmer essen. Mit dem Wassertaxi geht es nach Hause und nach der Durchsicht des heutigen Filmmaterials gibt es zum Abendessen Joghurt mit Ananas und Granola.

9.3.2017 Galapagos – Tauchen bei Gordons Rock


Vielleicht hätten wir gestern noch in Ruhe unsere Koffer aufpacken sollen - durch den Platzregen ist ein Teil des Koffers naß geworden. Es dürfte bei jedem eine Kofferhälfte erwischt haben. In Dieter Koffer ist es die Hälfte mit der sauberen Wäsche, bei mir die Seite mit den Schuhen und der Schmutzwäsche. Wir sollten um 7 Uhr im Ort sein, um zum Tauchausflug aufzubrechen. Aber mir geht es nicht gut…. Montezumas Rache hat mich erwischt. Ich nehme ein „Normolyt und denke mir, daß das supergrauslich schmeckt. Auch beim kurzen Frühstück wird es nicht besser. Also schicke ich Dieter alleine los….

Ich schaffe es noch ins Zimmer, das zweite Normolyt machte es nicht besser und während Frederik mich am Telefon nichtige Sachen fragt, schaffe ich es noch rechtzeitig zum Badezimmer… mein Sohnemann bekommt nichts mit und ruft 2 Minuten später nochmals an L. Erschöpft schlafe ich mal fröstelnd ein und gegen Abend geht es mir besser. Da ich "zu Hause" war, konnte ich mich auch etwas um die nasse Wäsche kümmern - ich habe mal frech über unsere Terrasse und die des Nachbarn eine lange Wäscheleine gespannt und die Wäsche aufgehängt. Einige Sachen mußte ich auswaschen, aber leider bei 3-4 Stücken sind Verfärbungen festzustellen, die ich jetzt mit der Hand nicht rauswaschen kann.

Dieter kommt gut gelaunt nach Hause.  Gordon´s Rock gilt als eines der tollsten Tauchplätze auf den Galapagos – Dieter hat sie alle gesehen - Unmengen an Hammerhaien, Galapagoshaien, Schildkröten, Seelöwen, White-Tip-Hai,  Rochenschwarm, .. obwohl die Sicht nicht so gut ist. Wir sehen uns die ersten, selbstertauchten Filmaufnahme der GoPro an. Wir werden weiterfilmen und uns auch die Aufnahmen der Tauschguides holen. Die Tauchschule läßt ihre Guides während der Tauschgänge auch fotographieren. Die Guides war toll, das Service am Boot auch, einziger Wehmutstropfen war, daß sie meine nicht durchgeführten Tauchgänge zur Gänze bezahlt haben wollten. Aber Dieter schreibt ein Mail an die Chefin, mal sehen, was da raus kommt. Die Tauchgänge hier sind nicht gerade die billigsten.

8.3.2017 Quito - Galapagos


8.3. 2017 – Quito – Galapagos (Gemelos, Lavatunnel. Schildkröten, Darwin Station)

Aus Dieter´s Hoffnung heute etwas auszuschlafen wurde nichts, da wir ja schon um 7:40 abgeholt wurden, um zum Flughafen zu fahren. Der heutige Fahrer nimmt einen anderen Weg als bei der Herfahrt und wir fahren eine sich am Berg hinunterschlängelnde Straße hinab. Aber irgendwie kommen wir auch zur Autobahn und landen beim Flughafen. Um nach Galapagos zu fliegen, muß man einige spezielle Formalitäten erledigen. Zuerst zahlt man man Flughafengebühr und dann wird des Gepäck extra gescannt – man darf keine Obst, oder gar Tiere auf die Insel bringen, um das Ökosystem nicht zu stören. Die gecheckten Koffer bekommen noch einen Kabelbinder ums Schloss und dann geben wir die Koffer auf und warten in der Lounge auf den Abflug.

Bald sind wir in Balta gelandet, die Flughafeninsel des Galapagosarchipels. Das Gepäck wird ausgeladen, aufgebaut und der Sicherheitshund darf darauf herummarschieren. Die Kabelbinder werden abgezwickt und der Run aufs Gepäck startet.  Wir werden von Karen, unserer deutschsprachigen Führerin abgeholt. Mit einem „Sammelbus“ fahren alle mal zum Canal de Itabaca, der zwischen der Baltra und Santa Cruz liegt und setzen mit einer Fähre über, die Koffer am Dach derselbigen. Dort steigen wir um in einen Pickup und fahren nur mit unserem Guide weiter, da wir gleich Besichtigungsprogramm haben.
Auf Sante Cruz gibt es mehrere Vegatationstufen und während wir ins Landesinnere fahren, sieht man ganz schön diese Stufen. Gleich beim Kanal ist alles trocken und ausgedorrt, aber je weiter wir ins Landesinnere kommen, desto grüner wird es.
Als erstes bleiben wir bei "Los Gemelos" stehen – es sieht aus wie zwei Krater, aber eigentlich sind es eingestürzte Lavatunnels  (collapse craters)– einfach riesig. Wir begegnen schon der Holzbiene und bewundern die vielen Flechten. Karen erzählt uns, daß Forscher erst vor kurzen veröffentlich haben, daß es auf den Inseln über 1000 verschiedene Flechten gibt, somit sind die Flechten die artenreichste Lebensform auf den Inseln. Und Darwin-Finken begrüßen uns auch schon. Rund um die Lavaformation ist der Scalesia-Wald, ein Wald auf Sonnenblumenbäumen (Scalesia pedunculata). Aber die Sonnenblumen sehen etwas anders aus als bei uns - sie haben sich natürlich an die unwirtlichen Wetterbedingungen vor Ort angepaßt. Unsere Führerin macht uns darauf aufmerksam, daß man am Rand des Waldes sogenannte "Zedern" sieht - das sind mitgebrachte Bäume, die wegen ihres Holzes angepflanzt wurden. Ihre Krone ist aber viel dichter als die der Sonnenblumenbäume und in ihrem Schatten können diese nicht austreiben. Sonnenblumenbäume werden auch nicht so alt, denn ihr Stengel verholzt ja nicht, und irgendwann einmal knickt dieser einfach um. Dann ist Platz für eine neue Pflanze.

Wir fahren weiter auf der neu ausgebauten Straße nach Sante Rosa: zuerst können wir einen Teil eines entdeckten Lavatunnels begehen: bei mehreren Ausbrüchen ist hier die Lava entlang geflossen und hat sich jedes Mal tiefer in den Boden gegraben. Der Verlauf ist wie bei einem Fluß, nicht gerade, sondern wenn ein Hindernis vorhanden war, wurde es umflossen. Zum Teil haben sich schon kleine Kalkzapfen gebildet, heutzutage rinnt das Regenwasser durch den Boden, aber man sieht auch noch Lavazapfen, die unterschiedlichen Bodenfärbungen durch z.B. Eisen ,… und am Zaun sehen wir unsere erste freilaufende Riesenschildkröte. Aber die Führerin beruhigt uns gleich, denn gleich sind wir beim Besichtigungsort, wo sie alle herumlaufen. Aber die erste, ist nun mal die erste. J
Aber nach weiteren 5 Minuten sind wir bei der "Rancho Primicia" - einem Ort, an dem man die Riesenelefantenschildkröten besichtigen darf, der aber trotzdem ihre natürliche Umgebung darstellt. Gleich im Anschluß an das umgrenzte Besichtigungsgebiet ist ein Wald, in dem die Tiere seit Jahrhunderten leben. Wir bestellen unser Mittagessen und während es gekocht wird, besichtigen wir die Tiere. Und wir entdecken viele. Weiter hinten bei einem Tümpel können wir ein Spektakel beobachten. Im Tümpel liegen 2 Damen und nehmen ein Schlammbad, auf der Seite kaut gemütlich ein Männchen. Mit der Gemütlichkeit ist es aber vorbei, als ein anderes Männchen auf die Idee kommt, ebenfalls zum Wasser zu kommen. Ganz schön schnell erklärt das erste Männchen dem Neuankömmling, das dies hier nicht sein Tümpel sei, zumindest nicht jetzt. Dafür, das diese männlichen Tiere rund 250 Kg wiegen, sind sie ganz schön schnell unterwegs.
Während wir gerade unser Essen genießen, geht ein Platzregen herab, daß wir wirklich froh sind, schon unter Dach zu sein. Andere Touristen kommen gelaufen, um sich unterstellen zu können. Aber es ist ja Regenzeit und die Natur braucht schon dringend Regen. Dieter geht es nicht so gut, und der prassende Regen ist für ihn viel zu laut.
Auf Galapagos gibt es 80 Plätze, die zur Besichtigung freigegeben sind, aber natürlich gibt es einige Hotspots, die wesentlich häufiger besichtigt werden. Wir fahren jetzt zu einem Hotspot- der Darwin Station.
Als wir in Puerto Ayora ankommen, regnet es noch immer stark, und da bei der Station alles im Freien zu besichtigen ist, entscheiden wir uns spontan, zuerst zur Tauchschule zu gehen und das Equipment für morgen zu probieren. Das war eine gute Entscheidung - danach regnet es nicht mehr. Die Darwin Station hat umgebaut und seit 2 Wochen gibt es einen kleinen Besichtigungstrail, der einem eine kleine Einführung in das Ökosystem der Galapagos gibt. Er ist so neu, daß er noch nicht einmal auf der Internetseite des Station aufgeführt ist. Wieder fängt es leicht zu regnen an und wir besichtigen die Schildkröten und die sich versteckenden Leguane. Leider ist das Besichtigungshaus von Lonesome George schon geschlossen.
Mit einem Wassertaxi fahren zu unserem Hotel, Angermeyer Waterfront Inn. Müde fallen wir ins Bett und gekommen nichts mehr mit.

7.3.2017 Quito – Bergtour in Arbeit

6.3. 2017 – Quito - Stadtbesichtigung in Arbeit