Donnerstag, 23. März 2017
Samstag, 18. März 2017
13.3. Weltkulturerbe Lima - Weiterflug nach Cusco
Während wir beim Frühstück sitzen, machen wir mit der Begleitung von gestern uns einen Treffpunkt für eine Tour durchs historische Zentrum von Lima aus. und um 9.45 geht es los, die Koffer sicherheitshalber mit im Kofferraum. Lima hat 49 Bezirke mit eigenständigen Verwaltungen und durch einige fahren wir bis zum Zentrum. Quito war 50 km lang und stellenweise nur 2 km breit - Lima hingegen ist 110 km lang und 70 km breit. Wir fahren an der Arequipa Straße entlang durch die Bezirke Miraflores, San Isidro und Lince - hier stehen moderne Häuser neben wunderschönen alten - manche mit mehr, manche mit weniger maurischen/spanischen Einfluß (Muster, Fliesen). Einige schöne Anwesen sind aber während der Terrorjahre des "Leuchtenden Pfades" mit Mauern oder Gittern vor den Fenstern geschützt worden - so auch das Anwesen der Familie Guildenmeister. Vorbei am Austellungspark - in dem unteranderem ein Pavillon von Gustave Eiffel steht (er war nie in Peru) - kommen wir zum Plaza San Martin, den wir mit dem Auto umrunden. Um diesen Platz herum findet man das erste 5 Sterne Hotel Limas (Ava Gardner und Ernest Hemingway waren auch schon da), ein Theater und den Nationalklub - vor allem aber in der Mitte das Denkmal für General José de San Martin. Der Sohn spanischer Eltern wurde in Argentinien geboren, wuchs in Spanien auf und wurde aber immer mehr ein Kämpfer für die Unabhängigkeit der spanischen Kolonien in Südamerika. Er bekämpfte die Spanier und besetzte letztendlich am 28.Juli 1821 Lima und rief die Unabhängigkeit Perus aus - der 28. 7. ist bis heute der Nationalfeiertag. Wir verlassen den Platz und parken einige Blocks weiter das Auto bei einem bewachten Parkplatz, vis-a-vis der Franziskanerkirche/Kloster. Da wir nicht so viel Zeit für Besichtigungen haben, können wir nur einen kurzen Blick in die Kirche werfen, der Besuch des Klosters würde zu lange dauern. Das gilt auch für alle anderen Gebäude, die wir in diesem Weltkulturbereich uns ansehen können. Schon bei der Fahrt sind uns die wunderschönen hölzerne Balkone aufgefallen, zum Teil schön renoviert, zum Teil dem Verfall preisgegeben.
Durch die Straße der 13 Türen kommen wir an die Ecke, wo der einen Seite die Rückseite des Regierungspalastes ist und auf der gegenüberliegenden das jetzige Literaturhaus (Case de la Literatura Peruana). Dieses Gebäude war früher mal eine Bahnhofstation, das Kassa ist noch deutlich zu erkennen, und die Stiegen, die mal zu den Gleisen führten, gehen jetzt zum Bibliotheksbereich. Diese Bahnstation hieß auch Estación Desamparados - Station der Heimatlosen - und hier wurden früher auch die zurückgelassenen Kinder als Dienstmädchen/Knechte angeworben. Auch an dieser Ecke ist eine alte Bar (Bar Cordano), an der wir einen schnellen Kaffee nehmen - in den Essensvitrinen sehen wir zum ersten Mal "Cause", eine Speise die uns noch öfters gut schmecken wird. In Peru gibt es über 500 verschiedene Kartoffelarten - die "gelbe" Kartoffel wird gekocht und mit etwas Limettensaft zu einer runden Form gepresst, dazu kommt dann eine gute Creme mit Shrimps, Fisch, oder je nach Angebot. Sehr lecker.
Die Straße entlang kommen wir zum Plaza de Armas de Lima, um dem der Erzbischöfliche Palast, die Kathedrale von Lima, der Regierungspalast und auch das Rathaus von Lima gebaut wurden. Alles wunderschöne Bauten, wenn auch nur von außen betrachtet. Wir marschieren noch an der alten Post, am Casa Osambela (blau/weißes Gebäude, von dessen Kuppel man einen Blick auf den Hafen von Callao hatte - das war für den früheren Besitzer wichtig, da er Boots besaß), an der Kirche und Konvent von Santo Domingo, dan der Casa Aliaga vorbei, um noch rechtzeitig um 12 Uhr einen Blick auf die Wachablöse vorm Regierungspalais zu werden. (Trompeten, Flöten und Saxophone natürlich vertreten :)).
Wir staunen und finden schon längst, das Lima einen längeren Aufenthalt verdient hätte - aber wir staunen weiter - als wir von außen in das Museo del Banco Central de Reserva blicken, als wir am berühmten Palacia Torre Tagle stehen (heute ist hier das Außenministerium untergebracht), als wir Vis-a-vis das Casa Goyeneche betrachten und sind auch wieder geblendet von der Pracht der Kirchen, als wir die Jesuitenkirche San Pedro betreten. Hölzerne Altäre, mit Gold verkleidet - eine Pracht zur Verherrlichung Gottes. Hier findet gerade eine Messe statt, und außerdem.... wir haben nicht viel Zeit, es geht schon zum Auto zurück.
Vor bei an der Hauptbilibothek erhaschen wir einen Blick auf die große Chinatown von Lima und fahren mit dem Auto um den Universitätspark, der vor der ältesten Universität von Amerika angelegt ist. Im Park steht übrigens eine Standuhr, die von Deutschland gespendet wurde.
Wir verlassen endgültig die Altstadt und auf dem Weg zum Flughafen werden wir in einen guten einheimischen Restaurant essen, daß unsere Führerin kennt. Wir bestellen 3 verschiedene Platten para compartir - zum Teilen, damit wir verschiedene Speisen kosten können und genießen es sehr. Dieter wollte eigentlich in einem weltbekannten Restaurant einen Platz zum Mittagessen bekommen, was aber nicht geklappt hat, aber in diesem Lokal werden wir auch sehr verwöhnt: die Speisen an der Küste Perus sind natürlich anders als im höhergelegenen Teil des Landes, hier wird viel frischer Fisch gegessen und auch viel mit Koriander gewürzt (dessen war ich mir nicht bewußt). Ceviche, Causa, gefüllte Miesmuscheln, Cau Cau, aji da gallina - nur ein Teil der leckeren Speisen. Obwohl wir nach der 2. Platte schon recht satt sind, bestellen wir noch eine dritte Platte mit Fleischspeisen, damit wir uns durch die hiesige Küche durchkosten. Es war alles einfach super lecker!!!
Getrunken haben wir auch das Nationalgetränk Perus - einen Pisco Sour und ich habe auch noch eine Chicha Morada getestet. C.M. wird aus roten Mais hergestellt, dieser wird ca eine Stunde mit verschiedenen Gewürzen gekocht und sieht wie intensiver Rotwein aus, hat aber keinen Alkohl. Mmmhhh.
Von hier geht es zum Flughafen, einchecken, warten in der Lounge und am Abend sind wir in Cosco. Wir werden am Flughafen abgeholt und in ein sehr schönen Hotel gebracht - Casa Cartagena. Müde von den wunderschönen Eindrücken des Tages fallen unsere Augen zu.
Durch die Straße der 13 Türen kommen wir an die Ecke, wo der einen Seite die Rückseite des Regierungspalastes ist und auf der gegenüberliegenden das jetzige Literaturhaus (Case de la Literatura Peruana). Dieses Gebäude war früher mal eine Bahnhofstation, das Kassa ist noch deutlich zu erkennen, und die Stiegen, die mal zu den Gleisen führten, gehen jetzt zum Bibliotheksbereich. Diese Bahnstation hieß auch Estación Desamparados - Station der Heimatlosen - und hier wurden früher auch die zurückgelassenen Kinder als Dienstmädchen/Knechte angeworben. Auch an dieser Ecke ist eine alte Bar (Bar Cordano), an der wir einen schnellen Kaffee nehmen - in den Essensvitrinen sehen wir zum ersten Mal "Cause", eine Speise die uns noch öfters gut schmecken wird. In Peru gibt es über 500 verschiedene Kartoffelarten - die "gelbe" Kartoffel wird gekocht und mit etwas Limettensaft zu einer runden Form gepresst, dazu kommt dann eine gute Creme mit Shrimps, Fisch, oder je nach Angebot. Sehr lecker.
Die Straße entlang kommen wir zum Plaza de Armas de Lima, um dem der Erzbischöfliche Palast, die Kathedrale von Lima, der Regierungspalast und auch das Rathaus von Lima gebaut wurden. Alles wunderschöne Bauten, wenn auch nur von außen betrachtet. Wir marschieren noch an der alten Post, am Casa Osambela (blau/weißes Gebäude, von dessen Kuppel man einen Blick auf den Hafen von Callao hatte - das war für den früheren Besitzer wichtig, da er Boots besaß), an der Kirche und Konvent von Santo Domingo, dan der Casa Aliaga vorbei, um noch rechtzeitig um 12 Uhr einen Blick auf die Wachablöse vorm Regierungspalais zu werden. (Trompeten, Flöten und Saxophone natürlich vertreten :)).
Wir staunen und finden schon längst, das Lima einen längeren Aufenthalt verdient hätte - aber wir staunen weiter - als wir von außen in das Museo del Banco Central de Reserva blicken, als wir am berühmten Palacia Torre Tagle stehen (heute ist hier das Außenministerium untergebracht), als wir Vis-a-vis das Casa Goyeneche betrachten und sind auch wieder geblendet von der Pracht der Kirchen, als wir die Jesuitenkirche San Pedro betreten. Hölzerne Altäre, mit Gold verkleidet - eine Pracht zur Verherrlichung Gottes. Hier findet gerade eine Messe statt, und außerdem.... wir haben nicht viel Zeit, es geht schon zum Auto zurück.
Vor bei an der Hauptbilibothek erhaschen wir einen Blick auf die große Chinatown von Lima und fahren mit dem Auto um den Universitätspark, der vor der ältesten Universität von Amerika angelegt ist. Im Park steht übrigens eine Standuhr, die von Deutschland gespendet wurde.
Wir verlassen endgültig die Altstadt und auf dem Weg zum Flughafen werden wir in einen guten einheimischen Restaurant essen, daß unsere Führerin kennt. Wir bestellen 3 verschiedene Platten para compartir - zum Teilen, damit wir verschiedene Speisen kosten können und genießen es sehr. Dieter wollte eigentlich in einem weltbekannten Restaurant einen Platz zum Mittagessen bekommen, was aber nicht geklappt hat, aber in diesem Lokal werden wir auch sehr verwöhnt: die Speisen an der Küste Perus sind natürlich anders als im höhergelegenen Teil des Landes, hier wird viel frischer Fisch gegessen und auch viel mit Koriander gewürzt (dessen war ich mir nicht bewußt). Ceviche, Causa, gefüllte Miesmuscheln, Cau Cau, aji da gallina - nur ein Teil der leckeren Speisen. Obwohl wir nach der 2. Platte schon recht satt sind, bestellen wir noch eine dritte Platte mit Fleischspeisen, damit wir uns durch die hiesige Küche durchkosten. Es war alles einfach super lecker!!!
Getrunken haben wir auch das Nationalgetränk Perus - einen Pisco Sour und ich habe auch noch eine Chicha Morada getestet. C.M. wird aus roten Mais hergestellt, dieser wird ca eine Stunde mit verschiedenen Gewürzen gekocht und sieht wie intensiver Rotwein aus, hat aber keinen Alkohl. Mmmhhh.
Von hier geht es zum Flughafen, einchecken, warten in der Lounge und am Abend sind wir in Cosco. Wir werden am Flughafen abgeholt und in ein sehr schönen Hotel gebracht - Casa Cartagena. Müde von den wunderschönen Eindrücken des Tages fallen unsere Augen zu.
Sonntag, 12. März 2017
12.3.2017 Galapagos – Quito (via Guayaquil) - Lima (Peru)
In der Früh fangen wir an, die Koffer zu packen und gehen
gemütlich zum Frühstück. Wir werden ja erst um 9.15 abgeholt, um zum Flughafen
zu fahren. Einchecken ist nicht möglich und bei der Rezeption plaudere ich mit
Herrn Angermeyer, dem das ganze Areal hier gehört. Er ist nur ca 6 mal im Jahr
vor Ort und lebt sonst in Dänemark. Auch über das Buch seiner Cousine (Johanna
Angermeyer – My Father´s Island), das ich kurz durchgeblättert habe, sagt er,
daß es sich toll verkauft, aber sein Vater habe es zum Teil als „Bullshit“ bezeichnet,
einfach weil Teile übertrieben wurden.
Dieter ist früher mit dem Frühstück fertig, ich bleibe noch
gemütlich sitzen, um ein Joghurt zu trinken. Plötzlich sehe ich endlich eine
Meerechse -im Wasser und nicht am Strand J.
Die Fotoausbeute mit dem Handy ist bescheiden, aber ein Beweisfoto ist scharf.
Mir wird das morgendliche Platschen abgehen – wenn der Pelikan sich vom Dach
herab aufs Meer fallen läßt, um seinen Fisch zu erwischen.
Wir schnappen die Koffer und unser Fahrer bringt uns zum
Canal und weiter bis zum Flughafen. Beim Übersetzen sehe ich noch eine Echse im
Wasser, vielleicht wird es ein besseres Bild.
Es wird sicher spannend, ob wir den Anschlußflug nach Lima erwischen.
Unsere Maschine hat Verspätung und wir können uns nicht auf unseren Weiterflug
durchchecken lassen. …..
Beim Abflug hat man noch einen schönen Blick auf Santa Cruz
und ich glaube, ich kann auch Gordon´s Rock erkennen. Der Flug nach Guayaquil ist bestens, wir können im Flieger sitzen bleiben und nach 40 Minuten geht es weiter nach Quito. In Quito werden wir schon erwartet. Wir werden in den allgemeinen Bus gesetzt, aber kaum sind wir bei der Gepäcksausgabe, haben wir ein Spezialservice. Ein Herr steht mit unseren Boarding Pässen bereit und schleust uns überall durch, die Koffer werden doch direkt zum Flieger gebracht. Hinter uns höre ich nur "Boarding completed" und die Tür des Flieger schließt sich. Wir sind kaum angeschnallt, schon rollt der Flieger.
Wir kommen in Lima an, am Flughafen ist geschäftiges Treiben, aber bald haben wir die Immigationserfordernisse erledigt und sehen auch unsere Dame vom Abholservice. Auf der Fahrt zum Hotel (~45 Minuten) geht sie in sehr guten Deutsch auf unsere Fragen ein - auf die Frage, wo sie denn so gut Deutsch gelernt hat, erzählt sie, daß sie eine Schweizer Schule in Lima besucht hat. Hier in Miraflores ist auch um 23 Uhr noch möglich, essen zu gehen, aber Dieter ist schon müde und wir bemühen das Zimmerservice.
11.3.2017 Galapagos – Ausflug nach Seymore
Heute geht es zur Landerkundung! Um 10 vor 8 treffen wir uns
an einer Ecke im Hafen von Puerto Ayora und fahren dann mit einer großen Gruppe
(+18 Personen) mit dem Bus wieder mal zum Canal de Itabaca, um auf unser Boot
zu kommen. Auf der kleinen Motoryacht entern wir die Fly, sonnengeschützt und
doch gut luftig.
Zuerst fahren wir zu einem Sandstrand, der im Norden von
Santa Cruz liegt, und bekannt dafür ist, daß die Schildkröten ihre Eier ablegen
– las Bachas. Die Schildkröten können ja nicht überall ihre Eier ablegen, der
Sand sollte konstant mindestens 28 °C haben. Auf den Galapagos-Inseln haben
genau 4 Strände diese Bedingungen, und dieser hier ist der einzige, den man
betreten darf. Kaum sind wir an Land sehen wir auch schon die frischen
Eierablageplätze – wir dürfen auch nicht zu weit ins Land hineingehen, damit
wir keine Eier zertreten. Einige „Eiertrichter“ sind mit Stangen markiert und
man kann am Strand genau sehen, von welcher Seite die Schildkröte hin bzw.
weggegangen/gekrabbelt ist. Toll sind auch die leuchtend roten Klippenkrabben.
Je älter sie werden, desto leuchtender wird ihre Farbe. Das können sie sich
erlauben, weil die Vögel sie nicht mehr mit dem Schnabel schnappen können. Und
wir können ihr Farbe bewundern. Einsam steht ein Graureiher im Wasser und
wartet auf seine Change, und in einem entfernt gelegenen Salztümpel sehen wir
sogar einen Flamingo nach Getier den Boden umgraben. Die berühmten Tölpel mit
den blauen Füßen fliegen über uns, aber es ist unmöglich, sie im Flug auf ein
Bild zu bannen. Beim weiteren Standspaziergang entdecken wir einen
Hawaiianischen Austernfischer mit einem Küken und eine Meerechse sonnt sich in
der prallen Sonne. Wir haben uns wirklich etwas Zeit im Wasser verdient, die
Sonne brennt jetzt schon vom Himmel. Mit Schnorchel bewaffnet rein ins Wasser!!
Der Wasser ist sehr trüb, aber wir schwimmen über kleine Galapagos-Haie,
Kofferfische, Emperor-Fische und Papageien-fische. Es sind auch gleich in der
Nähe zum Stand sehr viele Fischschwärme unterwegs, Gott sei Dank fischt kein
Pelikan gleich neben mir – er wartet bis die Gäste sich etwas von seinem
Fangplatz entfernt haben, dann läßt er sich wieder ins Wasser fallen und
schluckt seine Beute.
Wir werden mit dem Dingi wieder an Board gebracht und
bekommen kurz darauf bei der Weiterfahrt ein leckeres Mittagessen serviert –
Fisch mit Gemüse, Kartoffelpüree und Salat. So vergeht die Zeit und wir sind
bald auf bei der Insel Seymore, einer ungewohnten Insel, die nur für
Besichtigungen betreten werden darf. Und hier geht die Vogelwelt ab. Es ist
gerade Balzzeit bei den Fragattvögel. Das Männchen baut ein Netz und dort
sitzend lockt er die Dame an. Mit seinem roten, aufgeblasenen „Kehlkopfbeutel“
stößt er Laute aus und breitet seine Schwingen aus, um zu zeigen, wie toll er
doch sei, wenn ein Weibchen vorbeifliegt. Wenn´s einer Dame gefällt, kommt sie
zu ihm runter. Es kann aber auch sein, daß das Nest erst umgebaut werden muß,
wenn es nicht gut konzipiert wurde. Es ist ganz schön ein Tumult, wenn mehrere
Männchen gleichzeitig um die Gunst der Damen schnäbeln. Die Farbe wird durch
die Jahre an der Sonne etwas blaser.
Ebenso gibt es auch Seymore bunte Landleguane, die sind aber
eigentlich nicht heimisch auf dieser Insel. In den 20er Jahren (der vorigen
Jahrhunderts) wurden sie von der Nebeninsel Baltra (Flughafeninsel)
übersiedelt, weil Forscher bemerkten, daß die Population durch die Bewohner und
deren verwilderten Haustiere abgenommen hat.
Und wir haben auch Glück und finden einige Blaufußtölpel,
die schon Eier hüten. Je älter die Vögel sind, desto blauer sind die Füße. Und
auch die Gabelschwanzmöve ist vertreten, mit ihren roten Rand um die Augen und
der roten Zunge. Weiters sehen wir noch Seerobben und verlassene
Spottdrosseleier. Nach 2 Stunden in der Sonne sind wir geschafft und freuen uns
wieder auf den Fahrtwind auf unserem Flyplatz. Auch meine alten Treckingsandalen sind geschafft, während der Wanderung lösen sich doch tatsächlich zuerst von meinem linken und dann von meinem rechten Schuh die Sohle ab! Ich höre schon die Freudenrufe meiner Kinder, endlich sind diese Treter gestorben :) Aber es ist kein Problem, die Wanderung mit nur halben Schuhwerk zu beenden, und am Abend landen diese Schuhe wirklich im Mistkübel.
Mit dem Boot geht es zum Canal und mit dem Bus nach Purto
Ayora. Dieter ist müde und fahrt gleich ims Quartier, ich besuche noch ein
neues kleines Museum, in dem einige Kunstgegenstände aus verschiedenen Epochen
der Ecuatorischen Geschichte gezeigt werden. Aber nicht in Real, sondern man
hat ein kleines Ipad und mittels Augmented Reality werden die Figuren/Behälter
auf dem Ipad in 3 D sichtbar, wenn man an einem entsprechenden Platz ist. Ist
eigentlich eine tolle Erfindung, aber mann/frau kann sich halt nicht alles bis
ins Detail ansehen, denn bei manchen Positionen verliert das Gerät den Kontakt
und dann ist das Bild weg. Es sind nur 12 Elemente, aber diese geben schon
einen Eindruck über die vergangen Kulturen der Valdivia, Chorrera, La Talita,
Jama-Coaque, und wie sie alle heißen. Manche gab es schon 3.500 vor Christus.
Und im Anschluß im zweiten Teil der Ausstellung gibt es noch einen Schrumpfkopf
aus dem Amazonas.
Nach so viel Kultur gönne ich mir ein Red Bull und fahre
auch mit dem Wassertaxi zum Hotel.
10.3.2017 Galapagos- Tauchen bei Beagles Rock und Daphne Rock, Darwin Station
Juhu, ich bin nach wie vor fit und gehe heute auch tauchen!
Wieder ist kurz vor 7 Uhr der Treffpunkt bei der Tauschschule im Ort. Ich lasse
meinen Fotochip da, um die Bilder des gestrigen Tages draufladen zu lassen, und
nachdem alle eingetroffen sind, geht es mit dem Bus zum Canal. Umsteigen auf
das Boot und wir fahren ca. 45 Minuten zum ersten Tauschplatz. Die Guides
helfen in den Anzug, die Flaschen sind schon alle montiert, wir müssen uns nur
noch aufs Tauchen konzentrieren.
Die Sicht ist nicht gut (10 Meter), aber das ist bekannt
unter Tauchern. Aber durch die Schwebeteilchen hindurch sehen wir Schildkröten,
Hammerhaie, Weiß-Spitz-Haie und viele bunte kleinere Fische. Wir sind in einer
Gruppe zu 5- ein Guide und zwei Pärchen. Beim Briefing haben wir schon gemerkt,
daß wir die Taucher mit den meisten Tauchgängen sind. Und das merkt man auch
beim Tauchgang. Nach 50 Minuten unter Wasser kommen wir wieder nach oben und
fahren dann gleich weiter zum nächsten Tauschplatz. In der Zwischenzeit
knappern wir salzige Sachen und Obst und trinken Wasser. Mit an Bord ist ein
junges Reisepaar und sie arbeitet in Frankfurt bei der und er in Zürich bei
ABB, ein junger Amerikaner, ein Schwede und ein Paar aus Brasilien – man
plaudert so über den Tauchgang und die Reiseerfahrungen.
Der zweite Tauchplatz gefällt uns viel besser. Daphnes Rock
ist ein abfallender Hang – die Lava ist langsam einen Abhang hinuntergeronnen
und erstarrt und an den Hängen oberhalb des Wasser entdecken wir schon Seelöwen.
Auch hier ist die Sicht nicht toll, aber man kann den Abhang gut erkennen.
Gleich am Anfang tauchen wir in eine kleine Höhle. Plötzlich schießt ein
kleiner Hai heraus, der von einem Seelöwen vertrieben wird. Der Seelöwe zwickt
den Hai sogar in seine Schwanzflosse. Als Hai hat man es heutzutage auch nicht
mehr leicht…
Die Seelöwen tanzen ums uns herum, drehen und wenden sich in
einer Leichtigkeit, die berauschend ist. Hier gibt es auch große Seesterne –
ich entdecke sogar den blauen Galapagos-Seestern, einen Kracken unter einem
Stein, Muräne, Seeigeln, div. Fische, und immer wieder sehen wir auch einen Hai
im Schwebedickicht. Zum Ende des Tauchganges umschweben uns wieder die
Seelöwen. Irgendwie müssen wir uns etwas zulegen, damit wir uns gegenseitig verständigen
können, wenn einer von uns etwas entdeckt. Den blauen Seestern habe jetzt nur
ich gesehen.
Wir fahren Richtung Canal und bekommen einen guten Fisch mit
Reis zum Mittagessen. Bald sind wir an der Ausstiegsstelle und fahren mit dem
Wagen nach Puerto Ayora. Wir steigen etwas früher aus dem Auto aus, weil wir
nochmals die Darwin Station besichtigen wollen – wir haben ja Lonesome Goerge
nicht gesehen. Wir besichtigen das Besucherzentrum und holen uns einen Stempel,
bestaunen das aufgestellte Walskelett, fotographieren die bunten Leguane, die
bei schönem Wetter nicht mehr unter dem Stein liegen, und besuchen dann die Mumie. Bei der neuen
Besucherhalle gibt es eine Schleuse, bei die Besucher gekühlt werden und dann
darf man 6 Minuten Georg in die Augen sehen – er war der letzte seiner Art.
Wir gehen zur Tauschschule, holen unseren Chip ab und lassen
unseren GoPro-Chip vor Ort, damit die Filme des heutigen Tages ausgetauscht
werden können – die Guides der Tauschschule hatten heute die Kameras im Auto vergessen.
Da das Abspeichern von Dieters Filmen aber über eine halbe Stunde dauern
soll, gehen wir in der Zwischenzeit zum
Supermarkt und kaufen etwas Obst, Getränke und Joghurt – wir wollen gemütlich
am Zimmer essen. Mit dem Wassertaxi geht es nach Hause und nach der Durchsicht
des heutigen Filmmaterials gibt es zum Abendessen Joghurt mit Ananas und
Granola.
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