Sonntag, 29. Januar 2017

24.1.2016 - Grenada - Barbados (Concorde) - Antigua

Wir genießen die letzten Reste aus unserem Kühlschrank zum Frühstück und fahren mit dem Taxi zum Flughafen. Beim Einchecken werden die Koffer bis Antigua durchgecheckt, wir fragen den Mitarbeiter der Fluggesellschaft, ob wir in Barbados das Flughafengelände verlassen könnten. Er gibt uns beide Boardingpässe, die Einreiseformulare für Barbados und Antigua und meint, die für Antigua sollten wir mal verstecken und einfach versuchen, in Barbados einzureisen.
Der Plan funktioniert perfekt, und gleich neben dem Flughafen ist auch schon das Museum der Concorde, wo wir die Alpha-Echo besichtigen können. Dieses Flugzeug ist schon genial und es wäre sicher toll gewesen, sich einen Flug damit leisten zu können. Die Concorde ist das erste Mal nach Barbados gekommen, um die Queen nach London zu bringen, danach wurde die Destination in den Flugplan aufgenommen. Man kann das Flugzeug begehen, einige Ausstellungsstücke besichtigen, einen Film sehen, und vor allem die Bauart des Flugzeuges bestaunen. Die geformten Flügel, die spitze Schnauze, die sich für die Landung/den Start absenken lies, damit die Piloten etwas sehen konnten, einfach toll. Seit 2003 wurde der Flugdienst eingestellt.
Froh, daß wir die Wartezeit für unseren Anschlußflug gut genützt haben, betreten wir wieder den Flughafen. Wir warten, bis wir aufgerufen werden und fliegen nach Antigua weiter.
Beim Abholen der Koffer merke ich, daß Dieters Gestänge ramponiert ist - es läßt sich nicht hinein/herausziehen und wir gehen zum Baggage Officer. So etwas von unfreundlich haben wir auf der ganzen Reise nicht erlebt. Nachdem seiner Meinung nach die Airline diesen Mangel nicht deckt, bekommen wir auch keine Bestätigung, damit wir es unserer Versicherung melden können. Als wir uns seinen Namen notieren wollen, dürfen wir uns keine Foto von seinem Pass machen, aber er gibt uns auch einen Stift und auch kein Papier. Ich notiere den Namen ins Handy, aber ich darf mich nicht vergewissern, ob ich den Namen richtig notiert habe....
Wir verlassen den.... und gehen zu Dame, die uns abholt und klagen ihr unser Leid. Sie geht sogar mit uns zur Polizei und als wir mit dem Kadetten den Baggage Officer antreffen, verhält sich dieser dem Polizisten gegenüber ebenfalls so unmöglich, daß der sich darüber bei seinem Vorgesetzten beschwert..... Aber vorab erreichen wir nicht.
Marsha, unsere Fahrerin, bringt zum Quartier. Es wird von einer Italienerin geführt, die sich sehr freut, daß ich italienisch mit ihr plaudere, und ihre Nichte auch Bozen zeigt uns unseren Bereich.
Dieter hat am Flughafen schon einen Tisch in einem netten Restaurant in einem Hotel in der Nähe bestellt und wir genießen nach einem kleinen Spaziergang ein sehr gemütliches Essen an einem sehr netten Platz - inklusive einer Flasche RumPunch, die etwas verzögert ihre Wirkung zeigt, aber wir haben heute Nacht nichts mehr vor.

28.1.2017 St. Martin (Marigot) - Sint Maarten (Philipsburg)

Das Wetter hier ist nicht so toll, wie man es sich für die Karibik erwarten würde. Es ist wolkig... wir beschließen, uns an den Hausstrand zu legen. Dieter nimmt ein Buch mit zum Strand, aber da ich nach kurzer Zeit etwas zum Tun brauche, ist es schon im meinen Händen und wird nicht mehr herausgegeben. Ein Freund hat uns eines seiner Lieblingsbücher mitgegeben: Einmal im Leben von Pulitzer-Preisträger Jhumpa Lahiri: eine Liebesgeschichte, die ein unerwartetes Ende nimmt. Trotzdem wir den Sonnenplatz zum Pool verlegen (beisende Ameisen), wir nach drinnen gehen (intensiver Regenguß) können wir uns erst zur Besichtigung aufmachen, als ich das Buch beendet habe. Vielen Dank Markus, es ist ein tolles Buch!!

Wir fahren mit dem Bus nach Marigot, der Hauptstadt der französichen Hälfte. Enttäuschend. Nicht karibisch, nicht französisch, keine schönen Boote. Es gibt schon auch tolle Geschäfte, La Perla,.. ist vertreten, aber es hat keinen Charme. Wir trinken am Rand der Lagune etwas und meine schönen ledernen Flip-Flops gehen kaputt, als ich an einer Teppichkante umknicke (Hätte ich die "schicken" Trekking-Sandalen doch nur angezogen :)). Wir finden netten Ersatz, Dieter schlägt in einem Geschäft, das schließt,  zu  und die Erforschung der Insel kann weiter gehen.
Wir beschließen, nach Philipsburg, die Hauptstadt der holländischen Seite, zu fahren. Diese Stadt ist geprägt durch die Ankunft der Kreuzfahrtschiffe und es gibt jede Menge Einkaufsmöglichkeiten - mehr als das Herz begehrt. Wir betreten eigentlich nur 2 Geschäfte, aber im 2. ist Dieter im Hemdenhimmel. Robert Graham designt ganz tolle, auffällige Hemden und Dieter kauft sich einige - sogar ein Limitiertes Hemd - das 345. von 450.
Nachdem die Geschäfte rund herum schon seit einer Stunde geschlossen haben, brechen wir auch auf und fahren mit dem Bus mal Richtung Maho -Beach. Nachdem der Busfahrer uns dort absetzen möchte, bringt er uns dann gleich bis an unserer Adresse.
Wir machen uns schnell frisch und gehen in eines der Lokale am Strand - wir essen gut und vorallem die Musik ist toll. Ein DJ sampelt verschiedene Lieder, meist Disco-Sound, oder entsprechend unterlegte Lieder und ein Saxophonist spielt live  dazu. Echt cool.

27..1.2017 Antigua - Sant Maarten

Um 7.45 fahren wir ab, um rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. In der Früh sind vermehrt Autos unterwegs - Schulbeginn, Arbeit,... und vor allem wollen wir noch eine Bestätigung für die ramponierte Stange von Dieters Koffer. Voll Elan gehen wir zur Polizei, sogar der Officer 337 ist wieder vor Ort, aber wir werden an die Airline verwiesen. Also gehen wir zum Schalter von LIAT, und erwischen eine nette Dame - alles andere wird eingecheckt, die Banderole für den Koffer vorbereitet und wir treffen den Bagage Manager - diesmal ein netterer als das letzte Mal. Er meint zwar, daß er einen ramponierten Koffer erwartet hat, aber es akzeptiert, daß die kaputte Stange für uns eine Beschädigung darstellt und bestätigt unser Anliegen. So schnell den Koffer abgeben, denn unser Flugzeug ist gelandet und es dürfte sogar laut Zeitplan wieder abfliegen....

Wir kommen in Sint Maarten an - vom Flieger sehen wir schon die Leute, die am Maho-Strand stehen, und die ankommenden Flugzeuge, die über ihre Köpfe hinweg landen, fotografieren. Wir fotografieren von der anderen Seite. Wir werden angeholt und in unser Appartement gebracht, auf der französischen Seite der Insel. Der französische Teil gehört zu Frankreich, der holländische Teil ist ein eigenständiger Staat im holländischen Königreich. Unser Appartment ist sehr geschmackvoll eingerichtet, wir haben sogar eine kleine Notration  im Kühlschrank (Wasser, Cola, Bier, Eier, Butter, Marmelade, Chips und Baguette) und es hat eine tolle Aussicht auf die Lagune. Von den Küchenfenstern sehen wir die Palmen und den Strand und wenn wir die Straße auf der Rückseite der Anlage queren, stehen wir vorm offenen Meer. Dort zieht es uns hin, der Hunger treibt uns dort hin und unsere Concierge hat eines der Lokale an der Küste empfohlen. Wir essen gut und bleiben dann im einem der Liegestühle liegen - es ist bewölkt und windig, aber wir genießen den Nachmittag. Um ~ 17 Uhr gehen wir kurz nach Hause, holen den Rucksack und gehen zum Supermarkt, um einiges fürs Frühstück einzukaufen. Es ist ein französischer Monoprix, und dementsprechend vielfältig ist auch die Auswahl. Wir gönnen uns einen Moet zum Abendessen und kaufen dazu das übliche: Joghurt, Prosciutto, Oliven, Chips, Obst, Granola, ....
Wir machen es uns zu Hause gemütlich und genießen den Abend.

25.1.2016 - Antigua - Sting Ray City/English Harbour


25.1.2016

Nach dem Frühstück werden wir von Marsha, unserer Taxifahrerin, abgeholt und eigentlich wollten wir zuerst zum British Harbour. Wir reden mit Marsha, da wir heute auch gerne zur Sting Ray City fahren wollen. Da man eine Reservierung vor Ort braucht, ruft Marsha kurz an und wir ändern den Tagesplan: zuerst Sting Ray City.

Wir bekommen Maske und Schnorchel und fahren in einem von 4 Boot zum seichten Platz der Rochen, wo wir ins Wasser gehen. Da sind wirklich auch schon die Rochen. Wir stellen uns an und jeder bekommt einen Rochen zum Halten. Mit Tintenfischen füttern wir sie. Mit dem Mund auf der Unterseite wird der Fisch einfach aus der Hand „gesaugt“. Zwischen den ganzen Leuten, die im seichten Wasser stehen, tanzen die Rochen herum - manche kommen ganz nah, sodaß man sie spürt, andere schweben mit Abstand an uns vorbei. Ein tolles Erlebnis. Wir schnorcheln an dem Platz noch etwas herum, da einige Fische sich im Wasser vergnügen und probieren die neue GoPro im Wasser aus. Sogar eine große Conch (Muschel) finde ich. (Die bleibt aber selbstverständlich im Wasser.) Nach 1,5 Stunden sind wir wieder am Ausgangpunkt - es war echt toll.
Marsha bringt uns jetzt zum British Harbour- es ist der einzig erhaltene, gregorianische Hafen der Welt und steht auch unter UNESCO Weltkulturerbe. Zuerst habe ich das in einem der aufliegenden Touristenheften gelesen, aber vor Ort wird gar nicht darauf hingewiesen. (Aber nach kurzem Check im Internet kann ich es bestätigen - seit 2016) Es ist eine wunderschöne Anlage, die schön gepflegt ist und die alten Häuser werden alle genützt, als Restaurant, Shop oder auch als Werkstätte. Es gefällt uns sehr. Dieter ist glücklich, endlich nette, schöne (große) Boote zu sehen - dafür das die Karibik als Segelbootparadies gilt, haben wir bisher wenig Boote gesehen. Nach einem Rundgang genießen wir ein nettes, spätes Mittagessen am Rande einer alten Dockanlage. Auf der anderen Seite der Bucht ist eine weiteres nettes Restaurant, zu dem es einen Bootservice gibt und gerade vor uns ist das Haus, in dem die Queen und ihre Familie Urlaub machen, wenn sie im Lande sind. Obwohl zu der Anlage noch einige Orte abseits gehören, besichtigen wir diese nicht und gehen die Straße zurück zum Yacht Club von Antigua.
Was wir dort an Booten sehen... unglaublich. Es sind wunderschöne, riesige Segelboote, unendlich riesige Motorboote, eine Anhäufung an Millionen stehen vor uns. Unter anderem liegt das drittgrößte Segelboot vor Ort, ein Boot das die Maste drehen kann. Wahnsinn!! Daneben gibt es noch eine kleinere Marina, in der noch größere Boote liegen. Überall wird geputzt oder es glänzt schon alles.....
Mit dem öffentlichen Bus fahren wir zur erst nach St. John, der Hauptstadt, da es keinen direkten Bus zur unserem Quartier gibt. Wir gehen eine kleine Runde. St. John reist uns nicht vom Hocker, es ist eine kleine karibische Stadt, die auch davon lebt, daß die Kreuzfahrtschiffe jeden Tag anlegen. An der Anlegestelle der Schiffe gibt es eine Ansammlung von jeder Menge Duty Free Shops, und den alte Redcliff Quay und Heritage Quay - aber es ist kurz vor 6 Uhr, die Schiffe haben abgelegt und alles hat geschlossen. Wir gehen zurück zur Busstation und fahren mit dem 22-Bus zu unserem Quartier. Da ich dem Busfahrer nur unserer Richtung "Jolly-Bay" angegeben habe, will er uns dort rauslassen, aber mit Händen und Füßen können wir erklären, daß wir erst nach einigen Meter aussteigen wollen.  
Müde kommen wir zu Hause an und haben eigentlich keinen Hunger. Gemütlich mache ich noch eine Nudelsuppe und schon ist der Tag vorbei.....

26.1.2016 - Antigua -Flug über Monserat/Beach/Sheer Rock

Aufgeregt stehen wir auf - was wird uns heute beim Heli-Flug erwarten? Die Erwartungen sind irgendwie hoch. Wir kommen rechtzeitig an, wir sind die ersten. Wir werden gewogen und waren auf die zwei anderen Passagiere. Natürlich müssen wir einen Sicherheitsfilm ansehen, und Dieter wird das erste Mal darauf hingewiesen, daß er das Handy weggeben soll und den Film ansehen soll – security! Wir gekommen sogar Plätze zugewiesen, wir sitzen hinten und ich sogar gegen die Flugrichtung. Wir sind wirklich angepisst – und alles wird erklärt mit balance, security,….
Naja, der Flug geht los und wir sehen von oben einige Schildkröten. Die müssen eigentlich sehr groß sein, wenn ich sie von oben so gut erkennen kann. Und wir nähern uns Monseratt. Wir fliegen über den Lavafluß und steigen höher an den nicht offensichtlich erkennbaren Kraterrand. Man sieht einige, wenige Fumi… (Gasentweichungsstellen) und der Rest ist in Nebel gehüllt. Wir drehen ab und fliegen auf die andere Seite, um die verschüttete Hauptstadt Plymouth zu sehen. Und dann geht es über das Meer zurück nach St. John´s. Im Hafen stehen 3 riesige Keuzfahrtsschiffe.
Dieter ist grantig, als dann der Pilot noch frag, ob noch jemand nicht den Vulkan gesehen hat, als er ihn darauf anspricht. Wir erfahren, daß der Kegel nur freiliegt, wenn wirklich viel Wind vorhanden ist. Der Flug war teuerer als der in Miami, er war nett, aber eigentlich sind wir etwas enttäuscht.
Wir lassen uns vom Taxi in der Hauptstadt absetzen und essen zum Trost italienisches Gelato in der „Frago….“ – es ist lecker, am besten schmeckt uns das Pistaccio-Eis.

Weiter geht es zum Obstmarkt, wo wir die „Black Pinapple“ kaufen wollen – die ist nicht schwarz im inneren, aber angeblich besonders süß. Wir lassen uns vom Markstand 3 Ananas, eine Papaya, 2 Golden Apples () aufschneiden, bekommen 2 Passionsfrüchte geschenkt und sind gewappnet für ein Obst-Strand-Happening. Wir besteigen den öffentlichen Bus und fahren zum JollyBeach. Dieter will die in unserer Gegend liegenden 5 Strände entlang gehen, einer davon gilt ja als einer der 10 schönsten Stände der Welt. Aber wir sind beide der Meinung, ein Strand ist wie der andere, und was macht einen Strand zum schönsten der Welt. Für uns müßte zum Beispiel am ganzen Strand das angeschwemmte Seegrass entfernt sein. Wir gehen den einen Stand entlang und wollen auf den nächsten weitergehen, der durch einen Felsblock abgetrennt ist. Leider können wir nicht durch das Hotelareal  durchgehen und müssen zurück auf die Straße und das Hotel umrunden. Wir gehen eine kleine Straße, um nicht auf der Hauptstraße gehen zu müssen und kommen zu einem Platz, an dem mehrere kleine Restaurant sind, das wäre ein guter Ort fürs Abendessen, es gibt auch ein Lobster-Restaurant J. Wir planen zum Essen zurück zu kommen. Weiter auf der Straße zum Strand…   Dort angekommen, fange ich an, an dem Plan, alle Strände abzugehen, zu zweifeln und setze durch, daß wir das Handtuch auspacken. (Dort wäre wieder ein Hotel zum umrunden gewesen…) und bleiben 2 Stunden am Stand. Auch hier ist der Sand kein feiner, kleinkörniger Sand sondern besteht aus abgerundeten, zerkleinerten Muschelplättchen.
Eine dunklere Wolke zeigt sich am Himmel und wir beschließen, gleich zum Essenschourt zurück zu gehen. Als dort um 5 Uhr noch immer nichts los ist, bestellt Dieter kurzfristig einen Platz wieder im Sheer Rock. Wir freuen uns schon. Da unser Tisch erst ab 6 Uhr eingedeckt ist, haben wir noch Zeit, ins Quartier zu gehen und uns frisch zu machen. Das Essen ist wieder ausgezeichnet und wir genießen unseren letzten Abend in Antigua- auch wenn es jenseits der Terrasse regnet.


Sonntag, 22. Januar 2017

21.1.2017 - Grenada - St. George´s

Nachdem wir mit dem hiesigen Bussystem vertraut sind, stellen wir uns auf die Straße und halten den nächsten Bus auf und fahren in die Hauptstadt. Dort soll der Gewürzmarkt sehr toll sein, wir finden ihn nett - fast alles erkennen wir und kaum merken die Verkäufer, daß wir nicht vom im Hafen liegenden Kreuzfahrtschiff sind, werden wir für sie uninteressant - unser Vorteil.
Im Fischmarkt gibt es Thunfische, Parrotfische und andere Fische, aber keine Hummer oder Muscheln. Die Fische werden mit der Machete geteilt, und wenn das Rückgrat zu hart ist, wird mit einem Holzstück auf die Machete geklopft, Problem gelöst, Fisch geteilt.
Wir gehen ins Nationalmuseum und sehen Bildes des italienischen (Costa) Kreuzfahrtschiffes Bianca C, daß 1961 nach einer Kesselexplosion 2 Tage brannte und daß vor der Küste noch betaucht werden kann.
Ums Eck von Museum ist der Shop der ausgezeichneten Grenade Chocolate Company, wo wir einfach einen guten, gehaltvollen Brownie und einen guten geeisten Kakaotee trinken. Mmmmmmh!
Gestärkt wollen wir aufbrechen, aber der Himmel hat wieder seine Schleusen geöffnet, es schüttet - wir bleiben lieber noch etwas.
Wir gehen zum Fort St. George´s und blicken auf die andere Seite der Stadt, wo es das Fort Frederick (!) gibt. Wir stoppen in einem Supermarkt und kaufen für unser Frühstück ein, im Anschluß gehen wir den Hafen entlang und bleiben in der ersten Marina auf einen Zwischenstopp - es wird ein längerer. Hier ist gerade einiges los, die Boote kommen für ein Fishing Tournament in die Marina, die Crews registrieren sich, ein Buffet wird aufgebaut,... Wir betrachten das Spektakel und genießen unser Essen - unter anderem probiere ich die Callaloo-Suppe - ein grüne Eintopf der Karibik.

Da wir müde sind und Dieter Blasen bekommt, fahren wir zuerst mit einem Mini-Bus zum Markt, um dann in unseren Bus zum Quartier umzusteigen. Und wir tun schon ganz, als wären wir Einheimische und grüßen mit "Good afternoon, good afternoon".

Liebe Kids, auch wenn ihr über unsere Trekking-Sandalen gelästert habt und ich sie ja auch nicht besonders hübsch finde (meine sind ja auch schon 25 Jahre alt), sind wir echt froh, daß wir sie tragen, jeder dieser dauernd einsetzenden Regengüsse rinnt einfach ab und man geht weiter :)). Für das Wochenende ist das Wetter nicht besser angesagt.

20.1.2017 - Trinidad - Grenada

Koffer zusammen packen und ab ins Auto. Irgendwie schaut der Weg, den das Navi anzeigt komisch aus, aber eine schnelle Entscheidung ist gefragt, also fahren wir links.... Dieser Weg wird sich in der Folge als nicht der schnellste herausstellen, wir sind nach ca 45 Minuten wieder in der Gegend des Hotels - Gott sie Dank sind wir früher als geplant weggefahren. Man kann sich vorstellen - die Stimmung im Auto ist nicht die beste....
Aber wir kommen rechtzeitig am Flughafen an, aber der ganze Stress war umsonst, denn ... ja richtig, wir haben wieder Verspätung.
Wir sitzen in der Lounge und verfolgen den Anfang der Angelobung des neuen Präsidenten und endlich - unser Flug wird aufgerufen. Nach einem kurzen Flug kommen wir Grenada an, mit dem Taxi geht es zu unserem kleinen Hotel (4 Zimmer), das unter sich einen kleinen Strand aus Vulkangestein hat (schwarzer Sand).
Es fängt zu schütten an, und wir retten uns zum kleinen Restaurant. D offensichtlich neue Eigentümer (früher wurde dieses Paradies von einem deutschen Ehepaar geführt) erzählt uns, daß im einem Ort weiter im Norden heute Fish-Friday ist. Das wollen wir sehen. Wir nehmen den einheimischen Mini-Bus und sausen unserem Ziel entgegen.
Im einheimischen Supermarkt kaufen wir uns etwas zu trinken und setzen uns auf die Steine zur Küste - und genießen den Sonnenuntergang.
Ab 18 - 19 Uhr geht der Fish-Friday los, eine kleine abgesperrte Straße wird mit Standln gefüllt, wo sehr geschmackige Speisen angeboten werden. Ein Koch arbeitet mit Handschuhen, Handdesinfektionsmittel, die Speisen sind mit Folie und Tüchern abgedeckt - wir sind beeindruckt. Aber wir müssen zuerst beim Hummer zuschlagen, wir bekommen noch den größten, weil wir die ersten sind. Es ist himmlisch gut und die Feuchttücher haben wir im Rucksack mit. Jetzt müssen wir noch diese gefüllten Fischtäschchen, die Kokosshrimps, den Fischspies und den ausgebackenen Fisch probieren.  Leider sind wir voll, gerne würden wir noch einige Speisen probieren.
Schön ist, daß das nicht nur eine Veranstaltung für Touristen ist - hier vermischen sich Einheimische und Gäste. (Wir kommen ins plaudern mit einem jungen Paar aus NY, das nur fürs Wochenende hierher gekommen ist und treffen Burgenländer, die morgen ihren Segeltörn starten.)
Das hiesige Englisch ist schwer zu verstehen, so wie in Trinidad schon - sie haben ihre eigenen spezifischen Ausdrucke und manchmal frage ich dreimal nach und habe das Gefühl, noch immer nichts kapiert zu haben.
Aber ich habe meinen Lieblingsausdruck schon kennen gelernt. To lime ist mein neues Wort für chillen: es bedeutet so viel wie sich mit Freunden treffen und abhängen. Eigentlich ist es ein Wort aus Trinidad, aber das wird hier auch verstanden.